Das Monatsprojekt

Seit Anfang 2020 führen wir in unserer ganzen Pfarrei eine gute Tradition aus der früheren Antonius-Pfarrei fort: die MONATSPROJEKTE. Ursprünglich hatte der Ausschuss für Mission, Entwicklung und Frieden an der Sankt Antonius-Kirche die Monatsprojekte initiiert. Dabei wird im jeweils aktuellen Monat für ein bestimmtes Hilfsprojekt im Sonntagsgottesdienst kollektiert und Spenden gesammelt. Mit Beginn dieses Jahres gibt es also in ganz Sankt Nikolaus ein Monatsprojekt.

Und so können Sie das Monatsprojekt durch eine Geldspende unterstützen:

  • Einmal im Monat wird Kollekte für das jeweilige Projekt gehalten. Der Termin wird im Newsletter bekannt gegeben.
  •  Darüber hinaus können Sie natürlich während des ganzen Monats für das jeweilige Monatsprojekt spenden: 

    Unsere Bankverbindung für Ihre Spende: IBAN DE94 3565 0000 0000 1628 00
    Bitte geben Sie den Verwendungszweck  Monatsprojekt Mai an.
    Bei Spenden bis zu 300 Euro dient der Überweisungsbeleg / Kontoauszug als Nachweis für die steuerliche Geltendmachung Ihrer Zuwendung (Finanzamt). Für Beträge darüber hinaus stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus, wenn im Verwendungszweck Name und Anschrift angegeben sind.

Monatsprojekt Mai 2022

Hilfe für Menschen im Südsudan

Die eingegangenen Spenden werden aufgeteilt. Mit der einen Hälfte unterstützen wir Pater Gregor Schmidt in seiner Arbeit im Bildungssystem. Mit der anderen Hälfte helfen wir der Initiative Pater Stephan.

Pater Gregor Schmidt: Bildungsarbeit in Old Fangak / Südsudan

Pater Gregor Schmidt ist einer von 50 Comboni-Missionaren im Südsudan. In dem seit Jahrzehnten von Krieg gebeutelten Land versuchen sie den Menschen durch den Aufbau von Schulen und medizinischer Versorgung etwas Stabilität und Perspektive zu geben.
Mehr als 85 Prozent der Südsudanesen können weder lesen noch schreiben. Durchschnittlich gibt es nur einen Lehrer für 1000 Kinder und nur zwei Prozent der 1,3 Millionen Schüler schließen die Grundschule ab.
2013 beschlossen die Comboni-Missionare, darunter Pater Gregor Schmidt, in Old Fangak eine eigene Schule zu errichten, da die Regierung der Bevölkerung keine angemessenen Bildungsangebote bereitstellt. Old Fangak liegt in der Region Fangak County im Nordwesten des Bundesstaates Jonglei / Südsudan. Unermüdlich setzen sich die Missionare für die Ausbildung und adäquate Bezahlung von Lehrern ein, für den Bau von Klassenzimmern, für die Beschaffung und Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Oft müssen hier die Bücher erst in der Sprache der Nuer verfasst und gedruckt werden. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für den Wert der Bildung geschärft bzw. geweckt werden. In einer Kultur wie die der Nuer, die auf dem Austausch von Vieh und auf Heirat basiert, ist dies eine große Herausforderung. „Eine funktionierende Schule zeigt unmittelbare Ergebnisse. Die Lehrer können für sich geltend machen, dass ihr Dienst das Leben von vielen Kindern ändert." (P. G. Schmidt)
Old Fangak bietet bislang die einzige Schule von Fangak County, an der man einen Grundschulabschluss machen kann.
Seit vergangenem Jahr wird die Arbeit der Comboni-Missionare von zwei Comboni-Schwestern unterstützt, die vor Ort leben und für die ein bescheidenes Wohnhaus errichtet werden konnte.
In Folge des Klimawandels sorgten starke Überschwemmungen gerade in der letzten Regenzeit für beträchtlichen Schaden. Viele Menschen mussten das Dorf verlassen. Auch hier stehen die Missionare den Menschen mit humanitärer Hilfe zur Seite.

P. Gregor Schmidt vor der überschwemmten Kapelle von Old Fangak (Dezember 2021)

Die Initiative Pater Stephan e.V.: – Hilfe für die Nuba im Südsudan

Wir unterstützen seit einigen Jahren mit einem Monatsprojekt die „Initiative Pater Stephan e.V.", bisher bezeichnet als Initiative Sudan / Südsudan. Pater Stepan Senge engagiert sich mit dieser Initiative seit vielen Jahren für das Volk der Nuba, das in der jüngeren Vergangenheit stark unter dem Bürgerkrieg im Sudan gelitten hat. Der Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden hat über dieses Projekt schon mehrfach berichtet. Die Hilfe der Initiative Pater Stephan e.V. beruht auf dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Schulen und Ausbildungsstätten schaffen eine Grundlage, welche Menschen im Südsudan jenseits von Armut, Verelendung und dem Vegetieren in Flüchtlingscamps die Möglichkeit bietet, Orientierung für ein eigenständiges und erfülltes Leben ohne Not und ständige Angst zu entwickeln.

Die aktuelle Situation im Südsudan:

Tödliche Kämpfe um Landbesitz im Gebiet von Twic County und Agok/Abyei lösten zunächst eine Flüchtlingswelle und jetzt auch noch eine Hungersnot im Südsudan aus. Denn die ohnehin schwierige Versorgung mit Lebensmitteln ist mittlerweile fast vollständig zusammengebrochen. Dies berichtet Pfarrer Kuol aus der Gemeinde Mayen Abun. Demnach sind in den letzten Tagen bereits mehrere Kinder verhungert. Es gibt keine Nahrungsmittel und nicht genügend Wasser. Zudem beschreibt Pfarrer Kuol die hygienischen Zustände als katastrophal.
Inzwischen hat sich der emeritierte Bischof Max Gassis von El Obeid Macram eingeschaltet. In einem offenen Brief ruft er die verfeindeten Parteien dazu auf, die Kämpfe einzustellen und den Konflikt durch einen Dialog friedlich zu lösen. Der Bischof unterstützt seit vielen Jahren mit seiner Hilfsorganisation BGRRF (Bishop Gassis Relief and Rescue Foundation) Gemeinden, Schulen und Ausbildungsstätten in den Regionen Twic und Abyei im Südsudan. Zudem sorgt BGRRF für Lehrerunterkünfte und baut Brunnen, um den Menschen sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen. BGRRF arbeitet dabei eng mit der Initiative Pater Stephan e.V. zusammen.
Ein weiteres Beispiel für das Engagement der Initiative Pater Stephan e.V.:
Am Bau eines Wohnheims für Mädchen in Gidel beteiligten sich die örtliche Gemeinde sowie Sister Nicole Rotaru von den Sisters-of-Mercy-Schwestern und die Initiative Pater Stephan. Die Gemeinde lieferte Baugrund, Sand, Steine, Wasser und einige Ziegel sowie Arbeits- und Sicherheitskräfte. Das Internat wird den Mädchen der Sekundarstufe helfen, Problemen zu entgehen wie frühe Schwangerschaften, Zwangsheiraten und Fehlzeiten. Zudem gewährleistet es den Verbleib an der Schule und ermöglicht bessere Schulleistungen, persönliche Hygiene sowie Sicherheit. Die alten Zelte, die als Unterkünfte für die Mädchen dienten, waren in einem sehr schlechten Zustand. Schlangen und andere wilde Tiere, die in der Gegend sehr häufig sind, konnten ungehindert in die Zelte eindringen.

Bis zur Fertigstellung des Schlafgebäudes nächtigten 120 Mädchen in diesem Zelt.

 

Miriam Ramírez und Thomas Bors, Ausschuss MEF

Die Kollekten am 30. April / 1. Mai sind für das Monatsprojekt bestimmt.

 

 

Jetzt Spenden

Spenden an die Gemeindecaritas
DE39 3565 0000 0000 2110 29

Für das Frühstücksprojekt der KiTas besteht die Möglichkeit der Online-Spende über das Spendenportal der DKM. Bitte folgen Sie dem LINK.

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